MultiMedia: Störende Stimmen ?
Multimediales Lernen soll aus medienpsychologischer Perspektive den Vorteil einer “dualen Kodierung” aufweisen, wobei meist auf Paivo, 1986, verwiesen wird: Demnach soll die doppelte Kodierung (zweier getrennter Systeme, Verbales und Nonverbales) soll für eine bessere Verankerung des Gelernten im Gedächtnis sorgen. Soweit die Theorie.
Interessante Einsichten zu diesem Thema lieferte unlängst Devjani Sen, als sie ein sabbathical year am Human Oriented Technology Lab der Carleton University, Kanada, verbrachte. Dabei untersuchte sie mit 84 Probanden, wie das gesprochene Wort in Kombination mit Text in multimedialen Lernporgrammen angenommen wurde. Interessant: Der gesprochene Text wurde selten geklickt und ergab auch keine bessere Performance. Lediglich die eher extrovertierteren Versuchsteilnehmer fanden Gefallen daran und profitierten auch davon. Trotz der geringen Teilnehmerzahl und ohne die Texte, Stimmen und Lerninhalte näher zu kennen, eine lesenswerte Untersuchung von Devjani Sen.
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