Stichwort Niedergang der Presse und skrupellose Schreiber

- Image by außerirdische sind gesund via Flickr
Was mussten sie sich nicht alles anhören – die “dilletantischen” Blogger von den “seriösen” Journalisten. Oder von Fernsehmoderatoren, professionell bis an die Zähne bewaffnet … der geneigte Leser wird die Schelte kenne. Von der Branche her verständlich, wenn man die gedruckten Auflagen anschaut, die sich fast flächendeckend im freien Fall befinden. Schwamm drüber, time will tell und um Missverständnisen gleich vorzubeugen: ich hab ein halbes Dutzend Magazine und Zeitungen im Abo. Und Du?
Natürlich greift das alles viel zu kurz und über die vitale Rolle der Presse im demokratischen Gemeinwesen braucht man hier nicht weiter zu diskutieren. Doch am Beispiel #unibrennt wird eine neue Spaltung deutlich. Zum einen: der Protest findet erstmals im Netz statt, eine faszinierende Entwicklung mit Twitter, Blogs und Lifestreams, während die klassische Presse den Studentenprotest weitgehend ignoriert, weil er medial autonom im publizistischen Neuland statt findet und ein Journalist nicht vom anderen abschreiben kann. Das ist in Österreich nicht anders als in Deutschland.
Was sich allerdings die Kronen Zeitung in diesem Zusammenhang gerade geleistet hat, grenzt an … tja, an was eigentlich? Wahrscheinlich nur an den täglichen Zynismus einiger Berufsvertreter, die für Pol Pot genauso schreiben würden wie Kim Jol-il, die iranisch Regierung und alle anderen Diktaturen auf diesem blauen Planeten – solange ihre Kohle stimmt. Vaterlandslose Gesellen, die schamlos lügen, Leser betrügen und für andere die politische Drecksarbeit verrichten. Haiderland, mein Gott! Kotz, würg! Worüber ich mich so echauffiere?
Das steht alles hier im Bildblog – meine ausdrückliche Leseempfehlung!
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