Von wegen Katerstimmung im Web
Leser lieben Amazon, haben sie doch neben Büchern auch Neue Medien, Elektronik und allerhand anderen Schnickschnack zu im Programm. Zum Beispiel Preziosen wie das Wenger Schweizer Offiziersmesser mit Schatulle. Grossartige Sache, das – und gehört in jeden ordentlichen Haushalt!
Aber bei aller Begeisterung für die materiellen Dinge des Lebens, der Mensch lebt nicht vom Brot allein und das Geschäftsmodell von Amazon nicht nur von Waren.
Ein eindrucksvolles Beispiel dafür sind, neben den Kundenempfehlungen und wer-das-liest-kauft-auch-jenes, die Kommentare bei Amazon.
Wobei der hier angeführte auch für das smooth und lückenlos ineinandergreifende Zusammenspiel der modernen Medien steht, denn er erreichte mich mehrfach via Twitter. Das steht natürlich im krassen Gegensatz zur momentan grassierenden Web2.0 Katerstimmung. Von wegen! Also, have a look (via Netzpolitik.org):
J. Dreste aus Düsseldorf: Wirklich ein fantastisches und handliches Allzweckgerät.Was mich nur ein bisschen stört, ist die Tatsache, daß grundlegende Alltagsfunktionen doch teilweise etwas schwer zu erreichen, bzw. zu bedienen sind.
So ist z.B. der integrierte Teilchenbeschleuniger nur dann korrekt in Betrieb zu nehmen, wenn die Nagelfeile und der Korkenzieher in einem Winkel von exakt 107,2 Grad ausgeklappt sind.
Nervig ist auch das unangenehme Summen, das der Schutzschild-Generator von sich gibt, wenn der Schild von Luft-Boden-Rakten getroffen wird.
Außerdem ist die Notfall-Rettungskapsel mit einer Kapazität von 6 Personen eindeutig unterdimensoniert und kann nur dann abgesprengt werden, wenn das Messer sich in waagerechter Lage befindet. Hier sollte der Hersteller eindeutig nachbessern.
Wer aber mit diesen kleinen Einschränkungen leben kann, der bekommt ein Multitool an die Hand, welches man schon nach kurzer Zeit im Alltagsgebrauch nicht mehr missen möchte.
Mein persönlicher Favourit ist jedenfalls neben der sauber integrierten Schlafcouch ganz eindeutig die Antigrav-Funktion, mit der sich Lasten bis 300 Tonnen in einem Meter Höhe frei schwebend spielend leicht transportieren lassen, eine unerlässliche Funktion für jeden Familieneinkauf.Und A. Toussaint aus Karlsruhe schreibt: Zwar bin ich insgesamt zufrieden mit diesem Multitool, aber leider treten doch immer wieder Situationen auf, in denen grundlegende Tools fehlen:
1. Ein Notstromaggregat: Unterwasserschlagbohrer und Lenkratetenziellaser sind zwar in der Theorie äußerst nützlich (und in der Benutzung gewohnt anwenderfreundlich), in der Praxis hat man aber oft keine Steckdose griffbereit. Wieviel mehr Aufwand hätte es da schon bedeutet, ein kleinen Stromaggregat zu integrieren? (Natürlich für den Einsatz unter Wasser geeignet, sonst steht man mit dem Schlagbohrer schon wieder dumm da…)
2. Einen Fluxkonverter: Braucht man ständig, NIE hat einer einen dabei. Auch hier wieder nicht. Warum sträubt sich die Industrie dermaßen dagegen?
3. Eine Repetierarmbrust: Ich verstehe diese Fixierung der Firma Wenger auf Nahkampfwaffen nicht. Da integriert man sowohl Degen als Langschwert, die kaum jemand vernünftig zu handhaben weiß, und bietet keine einzige jagdgeeignete Fernkampfwaffe? Schade!
4. Besser aufgeteilten Stauraum: Dass man bis zu 6 Kästen Bier in den ausklappbaren Stauraum bekommt, ist zwar eine feine Sache, aber was ist mit Anzugträgern? Hier wurde eine tolle Möglichkeit verpasst, eine kleine Gaderobe zu integrieren, die ein knitterfreies Aufhängen von Anzügen ermöglicht.Allerdings muss ich sagen, dass das von Herrn Dreste erwähnte Summen des Schutzschildgenerators bei mir nicht auftritt. Das Handbuch gibt zu bedenken, dass Sie nie gleichzeitig einen Fluxkonverter in der Nähe in Betrieb haben sollten. Vielleicht war das das Problem?
Lobend erwähnt seien am Ende noch die ausklappbare Encyclopaedia Britannica und der reversible Quantennecator, mit dem es schon mehrfach gelungen ist, Schroedingers Katze zu töten…
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Vielen Dank – hat mich sehr amüsiert!
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denk ich auch manchmal: wenn schon die koalition keinen anständigen start hinkriegt, muss man es eben selber machen. alles auf anfang, neustart, go!
früher ging MANN einfach mal zigaretten holen oder rasierte sich ´ne glatze. aber die zeiten sind vertrackter. verstrickter. und vernetzter. allein schon die ganzen passwörter …
also, ich warte erstmal 2013 ab. oder die modernisierung des islams anstelle der islamisierung der moderne. bis dahin lösche ich mit jeder neuanmeldung einen alten account.
auch die längste reise beginnt mit einem schritt.
Lutz, Recht hast Du! Ich meine hin und wieder liebäugele ich schon mit suicidemachine.org, allein schon weil ich David, der es mitentwickelt hat persönlich kenn’ und gerne die per VNC übertragenen automatisierten Screenaktionen beim löschen aus den SN’s gerne mal live sehen möchte. Ich warte aber noch ein bissel damit… wobei facebook definitiv immer weiter nach oben rückt auf meiner skala der suizidal gefährdeten SN’s. Wohingegen ich vermutlich selbst noch aus meinem grab twittern würde wie’s so ist in der Kiste (vermutlich grausiger Edge Empfang…) *hihi*
Also… weitermachen!