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In eigener Sache: Aktuelle Arbeitsproben

10. März 2010

Als gelernter Musiker ist der Sinn für Ästhetik und harmonische Proportionen quasi genetisch fixiert. Da wundert es nicht, daß ich ein gerüttelt Maß meiner beruflichen Zeit im eLearning-Bereich der Kosmetikindustrie verbringe: mit grosser Freude und hohem Engagement. Ausserdem ukomme ich so in den Genuss hochwertiger Parfums und Pflegeprodukte, die den Kreis meiner Freundinnen seitdem förmlich explodieren liess.

Hier einige Arbeitsproben von und für Lancaster, deren Trainingsabteilung wirklich hervorragende Arbeit leistet: chapeau! und Grüsse nach Mainz & Paris!

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Endlich Schulkind

10. März 2010
The Passion of the Christ
Image by six steps  via Flickr

Seit langem hat mich ein (Bildungs)Blog nicht nicht mehr so berührt, wie “Endlich Schulkind“. Darin geht um einen cleveren, hochbegabten Erstklässler, der im deutschen Schulsystem zerrieben wird. Eingekerkert im erdrückenden Mittelmaß, daß für Ausnahmen nichts übrig hat, dafür aber um so mehr auf pflegeleichte Standards setzt, soziale Anpassung und Druck, Druck, Druck.

Je mehr ich in die Niederungen dieses Systems eintauche, desto weniger halte ich es für reformierbar. Ein einziges JA, ABER steht im Raum wenn es um Spielräume geht, ein (nicht immer nur unausgesprochenes) DAS HABEN WIR NOCH NIE SO GEMACHT und ein fett beamtetes WO KÄMEN WIR DENN DA HIN, DA KÖNNTE JA JEDER KOMMEN.

Bisweilen kommt es mir so vor, als würden Menschen nicht begreifen, was ausserhalb ihrer Stadtmauern vor sich geht (ja, es gibt tatsächlich noch andere Kontinente als Europa und andere Staten als Deutschland), so lange sie ein regelmässiges Gehalt beziehen. “Wieso, es läuft doch alles …”!

Von der Unvereinbarkeit des Zusammenpralls, wenn das komplizierteste Stück Materie des Universums, das menschliche Gehirn, mit der bräsigen Stupidität einer gepamperten und zudem noch bundeslandspezifischen Kultusbürokratie zusammenstößt, ganz zu schweigen.

Ausnahmen gibt es überall

Ohne alles in einen Topf zu werfen, Ausnahmen gibt es überall und meiner Hochachtung vor eben diesen, gleichwohl: sie machen uns zu den Indern von morgen! Und wir haben es nicht besser verdient, denn wir lassen es uns gefallen! Heute abend findet in Heidelberg eine Veranstaltung statt, vom hiesigen CDU-Wirtschaftsforum gesponsert, mit dem bezeichnenden Titel “Kann Deutschland zur Bildungsrepublik werden?

Man braucht erst gar nicht hinzugehen, denn die Antwort steht schon fest und lautet NEIN! In Stein gemeißelt! Zug durch, längst verpasst und das Problem sind nicht zuletzt die Veranstalter, nämlich die Parteien. Tausche 13. Schuljahr gegen Mehrwertsteuer-Erhöhung. Personifiziert in Personen wie Schavan und wie sie alle heisen. Grottiges Mittelmaß und Sie sehen: ich echauffiere mich!

Ansonsten: organisierte Verantwortungslosigkeit

Jahrhunderte lang hat Europa solche Evolutionsprobleme recht simpel gelöst: Keine Generation ohne Krieg. Das ist selbstredend keine Lösung und ich bin eh nicht der Typ, um morgens ab 4.45 zurück zu schiessen. Aber jetzt, ohne einen kollektiven RESET haben wir das Problem einer (parteipolitischen) Erbfolgemonarchie – und wohin das führt, kann man nicht nur in Köln beobachten: organisierte Verantwortungslosigkeit.

Zurück auf Start

Die alten Hebräer lösten diese Problematik alle 49 Jahre (Jubeljahre) mit einem organisierten Zurück Auf Start. Sklaven frei lassen, Geld entwerten, Land neu verteilen, Ämter neu vergeben. Wir sollten von ihnen lernen. Aber wir werden es nicht. Dafür werden wir älter. Und ich befürchte: noch ängstlicher und noch verkalkter. Und am anderen Ende der Welt geht die Sonne auf und jemand sattelt sein Pferd und reitet in den Sonnenaufgang. Leider kein cleverer, hochbegabter Erstklässler aus Germany.

Und wo bleibt das Gute?
Ja, wo bleibt es denn?

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Thomas Bernhardt, das educamp Hamburg im Rückblick, 2. Teil

9. März 2010

Hier der zweite Teiles des Skype-Interviews mit Thomas Bernhardt, wir kamen ein wenig ins plaudern, daher gibt es zwei Teile eines rund 50minütigen Gesprächs: mundgerecht! Diesmal geht´s um Lehrer, Lehrerfortbildung und den akademischen Nachwuchs, um träge Tanker, langsame Entwicklungen, um allgemeine Bildungsfragen – und um die Zukunft der educamps.

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Bildungsreporter, educamp, lernen

Das Interview: Thomas Bernhardt über das educamp HH, 1. Teil

6. März 2010

It was a hit, it was a gas, it ws a smash: das Hamburger Educamp erwies sich erneut als Treffpunkt, Szenetreff und Familienfeier in Sachen Lernen und Lernen 2.0, wobei es im Vorfeld und Nachhinein zu heftigen Diskussionen kam. Womit es endgültig in der deutschen Bildungsdiskussion angekommen ist. Grund genug, unsere educamp-Reihe fortzusetzen und mit Thomas Bernhardt zu sprechen, einem der Gründer und Mitveranstalter, und ihn in zwei Teilen zur Geschichte, zur Gegenwart und zur Zukunft der Veranstaltungsreihe zu befragen. Hier der erste Teil der, sagen und hoffen wir mal wir mal, unendlichen Geschichte der educamps …

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Der schon wieder: Josef Graus erhebt sein Stimmchen

3. März 2010
lehrer spinnen
Image by Marek Joschko via Flickr

Ich hab ja mit Microsoft so meine Probleme. Eins davon heißt Betriebssystem. Aber das kann man ja wechseln. Und wenn MS auf der CEBIT das digitale Klassenzimmer vorstellt, dann … geht´s auch besser und billiger. Viel b & b. So weit so gut …

Aber es kommt fast zu einem Akt unfreilwilliger Solidarität, wenn sich der DAU Josef Graus (das “K” wie Komiker zu Beginn des Nachnamens wird hier in Zukunft vom Trainer aus guten Gründen ausgewechselt) des Themas annimmt, was sich dann so liest:

Bonn, 02.03.2010 Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL) hat der jüngsten, von Microsoft in Auftrag gegebenen Umfrage zur Bedeutung des Computers im Schulunterricht widersprochen. Wörtlich sagte Josef Kraus:

“Alleine der hinter der Umfrage stehende Auftraggeber Microsoft lässt ein interessengeleitetes Ergebnis erwarten. Als repräsentativ kann diese Umfrage wohl nicht gelten. Es ist keineswegs so, dass die Schüler der allgemeinbildenden Schulen im Unterricht zu wenig mit dem Computer zu tun haben.

Viel wichtiger wäre es zudem, wenn die Schulen mit dem gleichen Engagement und mit den gleichen Mitteln wie für die Computerisierung mit guten Schulbibliotheken ausgestattet würden. Denn das Entscheidende an schulischer Bildung ist, dass junge Leute statt rudimentärer, medial aufbereiteter Häppcheninformation und Häppchenkommunikation eine umfassende Schulung in der Sprache und in der Unterscheidung von wichtiger und unwichtiger Information erfahren. Dazu gehört gerade auch die Auseinandersetzung mit großen, zeitlosen Werken der Geistesgeschichte.

Falls Eltern hier anders denken, so müssen sie sich fragen lassen, ob sie von schulischer Bildung nicht mehr erwarten als Just-in-time-Info und Download-Knowledge.”

Ich möchte nicht wissen, wie viele Generationen von Pennälern von der Auseinandersetzung mit den “großen, zeitlosen Werken der Geistesgeschichte (in die Josef Graus nicht mal als Fußnote eingehen wird) durch die Schule abgeschreckt wurden. Und was ist bitteschön “Download-Knowledge”? Klingt verdächtig nach “Häppcheninformation”. Und den Rest kann man sich sowieso schenken … krausiges Graus-Geblubbere.

Abschliessend und als Vater eines Zweitklässlers: Mag sein, daß Graus ein guter Lehrer ist, bei dem mein Sohn viel lernen würde und ihn vielleicht sogar schätzt und mag. Ich tus jedenfalls nicht. Weil er ein Teil des Problems ist und nicht der Lösung. Ich bin für umgehende Pensionierung und Enthebung aller Ämter – bis auf das des CSU-Ortsvorsitzenden. In dieser Funktion kann er dann bei Jeanpol reinschauen (der sitzt im Grünenbüro gegenüber) und lernen, wie man einen Computer anschaltet. Oder sich über Philosophie unterhalten. Hauptsache schadstofffrei!

Mann, der nervt vielleicht!

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Manifest gegen die Frühaufsteherdiktatur

3. März 2010

Da schliess ich mich doch aus vollem Herzen und tiefster Überzeugung an: Gentlemen walk, but never run – und stehen nicht vor 10 Uhr auf. Hier das Manifest – Lehrer und Schüler zur Nachahmung empfohlen!

Manifest gegen die Frühaufsteherdiktatur

§1 Linkshirnextremisten halten den Normalarbeitstag nicht für normal.

§2 Niemand hat das Recht, anderen Menschen seinen Biorhythmus aufzuzwingen.

§2.1 Oder ihn überhaupt für normal zu halten.

§2.2 Zuwiderhandlung gehört mit Schlafentzug nicht unter drei Stunden pro Nacht bestraft.

§3 Jeder Mensch hat das Recht, aufzustehen und schlafen zu gehen, wann es ihm oder ihr paßt.

§4 Die Frühaufsteherdiktatur ist der perfide Versuch, die tendenziell höhere Lebenserwartung von Nachtmenschen herabzusetzen*).

§5 Ausschlafen ist Menschenrecht.

§5.1 Ebenso wie das Recht, seine Abende und Wochenenden sinnvoller zu füllen als nur mit Schlaf nachholen.

§6 Frühaufstehen ist doof.

§7 Erdbeben, die die Tageslänge herabsetzen, lehnen wir prinzipiell ab.

§8 Und diese dämliche Sommerzeit gehört ohnehin verboten.

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Drei *** für eine neue Pädagogik in einem neuen Zeitalter

1. März 2010

Einfach gut, was Steve Wheeler da zusammen getragen hat! Danke für den Hinweis-Tweet von Dennis Schaeffer, der es wiederum auf den Trainingskonzepten von Ellen Trude gefunden hat, wo wiederum Lisa Rosa einen lesenswerten Kommentar gepostet hat – und so geht das munter weiter, heute und morgen im Internet als Bildungsraum …

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Rätselhafte, sprechende Figuren

1. März 2010

Fotobabble – ein geiler Service, auch wenn die Tonqualität noch zu wünschen übrig lässt und das automatische Abspielen eher nervig ist (she gerade, daß man es auch abstellen kann). Also: Live aus Heidelberg, live von meinem iphone aus …

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Think global, act local

1. März 2010

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Riefenstahl trifft MaoTseDong – aus den Müllhalden der Geschichte

1. März 2010

PANDA-PROPAGANDA: ” … “The East Is Red” described the Chinese people’s revolutionary history. The performance also served as a review of China’s development in song and dance, as well as a review of the achievements of artists after the founding of the PRC. It became the most significant art performance since 1949. In 1965, “The East Is Red” was adapted into an art film and received accolades from both home and abroad. Even today, three decades after the premiere of the film “The East Is Red”, whenever it is staged, it receives a warm welcome from the Chinese people.”

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