Einfach gut, was Steve Wheeler da zusammen getragen hat! Danke für den Hinweis-Tweet von Dennis Schaeffer, der es wiederum auf den Trainingskonzepten von Ellen Trude gefunden hat, wo wiederum Lisa Rosa einen lesenswerten Kommentar gepostet hat – und so geht das munter weiter, heute und morgen im Internet als Bildungsraum …
Selbstbefriedigung? Aber hallo! Das ist natürlich eine Frage, auf die ich gerne eingehe und die mich zu einer Antwort geradezu provoziert. Selbstbefriedigung – Liebe an und für sich, das bringt mich in direkter Linie zu den AMATEUREN und damit denjenigen, die ihr Fach LIEBEN. Im Gegensatz zu Edu-Funktionären, welche meist in ihren Ergüssen die Exaktheit romantisieren und deswegen unter Mathematiklehrern und Medienpädagogen so beliebt sind.
Seit der Quantenmechanik wissen wir aber, daß das beobachtete Objekt vom beobachtenden Objekt nicht zu trennen ist und bereits der Akt der Beobachtung jegliche Messung beeinflusst. Dazu paßt der heute im Tweetuniversum kursierende Bericht aus der NZZ, den ich mal hier als Zitat kurz reinstelle: On Sunday 28th February 2010, @mwoodtli said:
Was macht Lehrer gut?
“Als wichtigster Erfolgsfaktor nennt Ripley die Lebenszufriedenheit des Lehrers. Wer in überdurchschnittlichem Mass darüber verfügt, verbessert die Erfolgschancen seiner Schüler um 43 Prozent. Schon an zweiter Stelle folgt die Ausdauer. Lehrer, die langfristige Ziele hartnäckiger verfolgen als der Durchschnitt, bringen 31 Prozent mehr Schüler durchs Examen. Ebenfalls stark ins Gewicht fallen Erfolge in der Vergangenheit: Lehrer, die selbst gute Schüler waren, führen Schüler weit; Lehrer, die mittelmässige Schüler waren, sich aber zu guten Schülern entwickelten, führen Schüler noch weiter. Hilfreich ist auch Führungserfahrung, etwa das erfolgreiche Coaching eine Juniorenmannschaft. Hingegen ist Fachwissen zweitrangig, jedenfalls in nichtmathematischen Fächern. Und den Master in Pädagogik können sich die Kandidaten ebenfalls schenken.” (NZZ am Sonntag, S. 69, Studien der Organisation: “Teach for America”)
Mein Gott wie simpel! Glückliche Hühner legen glückliche Eier … das ist natürlich nichts, was die hohen Gehälter von Extremdenkern und ProfiPädaogen an deutschen Hochschulen rechtfertigt. Andererseits – der schwache Stand der deutschen Bildung rechtfertigt sie auch nicht … es geht mir mit ihnen wie mit den Volkswirtschaftlern und Wirtschaftsjournalisten, die uns nicht vor den diversen Bankenkrisen gewarnt haben: Fachleute für Fragen von gestern, ohne Antworten auf Fragen von heute, aber gut organisiert in ihrer gut organisierten Verantwortungslosigkeit.
Und deswegen empfinde ich die hier zuvor gecoverte Diskussion und liebevolle Weiterverlinkung der Diskussionsstränge auch nicht als Selbstbeweihräucherung oder -befriedigung, sondern als Ausdruck eines tastenden Suchens … eines hohen Engagements und Ausdruck eines tiefen Bedürfnis .. auch für “die im Zeitalter der “stringenten Organisation” alt Gewordenen (Hosi 1709 über Hosi 1709).
Kinder an die Macht!
Der Tweet kam Stunden später, während eines etwas schwachen Tatorts (gute Musik und Kameraführung), man sieht: Die Wüste lebt, Kommunikation ist das, was zurück kommt – und so geht ein munteres Wochenende zu Ende.
OK, Blogs sind string+copy und ich bediene mich heute morgen gleich zweimal der Massenkommunikationmedien – und zwar kopiere ich einen Artikel, der wiederum auf einen Artikel verweist, Spannagel zu Larbig und all das aus gutem Grund, den ich nicht besser hätte formulieren können:
Das mache ich in meinem Weblog selten, in diesem Fall ist es aber angebracht: Ich verweise “lediglich” auf einen Weblog-Artikel mit dem Hinweis, dass dieser unbedingt gelesen werden muss: Herr Larbigs Kommentar zur Schulmeister-Debatte. Unbedingt zu Ende lesen, denn dort macht Herr Larbig etwas wirklich Grandioses!
Digital media are changing the way young people learn, play, socialize and participate in civic life, and these changes have profound implications for learning. Researchers and practitioners supported through MacArthur’s digital media and learning initiative are exploring how digital media can help extend the classroom to more informal and unconventional spaces, such as libraries, museums and even online communities. Visit digitallearning.macfound.org / Tip von Andreas Sander
Die Frage wäre zwar mit einem kurzen NEIN zu beantworten, was der Komplexität des Beitrags und der lebhaften Diskussion jedoch nicht gerecht wird. Deshalb zum einen ein dickes DANKESCHÖN für Herrn Larbig, zusammen mit einem eben solchen für die (bis jetzt) 37 (!) Kommentare: selber lesen macht schlau!
Ausserdem: Für solche Diskussionen lohnt sich bereits die halbe Arbeit, die wir in die Bildungsreporter stecken. Weitermachen!
Meine regelmässigen Lagerfeuergelage mit Martin Lindner, angeskyped, sind in meinem lifestream längst zu einer Art Traditionseiche geworden. Er ist ein genialer Gesprächspartner und …
In dieser Folge geht es um die von ihm und Basti Hirsch veranstalteten Berliner Unkonferenz Die Bildung hacken – und natürlich um den superhit Obtober 09:#unibrennt, hier die Webseite zur ersten digital-europäischen Studentenrevolte, die ihre Medien autonom-spontan selbst vernetzte und auf blogs, twitter, facebook und ustream 24/7 in ihrer Zielgruppe und darüber hinaus präsent ist.
Eine der paradoxen Folgen der spontanen, besser: selbstverständlichen Medienstrategie: die traditionellen Medien bekamen die Revolte kaum mit, weil sich nicht wie gewohnt eine Zeitung auf die andere beruft – diesmal war das Netz um Lichtjahre schneller. Ausnahme: telepolis!
THE REVOLUTION WILL NOT BE TELEVISED!
#unibrennt als Katalysator, bei der Gelegenheit sei auf die GEILE e-Video Online-Konferenz 2008mit Martin Lindner verwiesen, in der er (samt Diskussion) auf das Thema microlearning eingeht: Schwarzbrot! Und damit unbedingt einpacken! Auch wegen der Gastgeberin Anja Wagner, chapeau!
Es war schon spät am Abend und ich cuttete gerade einen Clip von der Bildungsexpedition, die flip cam Aufnahmen, als mein Auge auf einen Tweet von Martin Lindner fiel. Irgendetwas brachte den Tweet zwischen all den Final Cut Fenstern zum leuchten: strange attractor. WOW! #unibrennt – in wenigen Sekunden war ich über zwei, drei Links mitten im Geschehen, Netzwerk-Protest, Twitter (#unibrennt), Facebook, Flickr, youtube und livestream. Protest 2009. Sehr schön beschrieben in Kollektive Organisation in realtime, Medium und Botschaft zugleich, McLuhan lässt grüssen! Erst Wien, dann Linz, Genua, München, Giessen, Graz … rock ´n`roll pur und Edupunks bei der Arbeit.
Kunst statt Vandalismus
Die nächsten Stunden verbrachte ich zwischen Bildungsexpedition, Final Cut und diversen europäischen Hochschulen, einige davon besetzt, ein anschwellender Blogsgesang auf Twitter brachte mit intelligenten Formulierungen und Links das grosse Bild auf einen kleinen Nenner, immer in der ersten Reihe, ein Hasthag nach dem anderen tröpfelt rein, es werden bereits für Sonntag fürsorglich Leute mit Livestream-Erfahrungen gesucht, die klappten in der Tat vorzüglich, streamten Eindrücke, Statements, Vorträge – keine TV Station der Welt hätte das besser transportiert als die Laptops live vor Ort.
Beeindruckend, hier ein tradtioneller Bericht auf telepolis und worum es den Studenten geht, telepolis (wie so häufig) die schnellsten Reporter vor Ort: chapeau!
@koprax bin stolz auf die #unibrennt Bewegung! Ein innovatives Gesellschaftsmodell wird entwickelt. Abseits von Angst und Hass! #audimax
Generell bleibt zu sagen: Unerwartet konstruktiver Gestus an der Uni Graz. Man darf gespannt sein wie es weitergeht. #vorklinik #unibrennt
sagenhaft was abgeht wenn die #unibrennt @ #audimax
RT @lindinger: Forderungen: Bildung statt Ausbildung, Freier Hochschulzugang, Demokratisierung u Ausfinanzierung d. Unis! #unibrennt #fb
. @michelreimon kommt gerade vom #audimax – großartig. hat basisdemokratie selten so konstruktiv empfunden. #unibrennt rocks!
craaaaaazzzzy, was für ein wahnsinniger Sound im Livestream. Mikro klirrt wie die Hölle… neue Hardware fällig? #unibrennt
1070 Viewers verfolgen die Vorgänge im #audimax via Livestream! #unibrennt #unsereuni
Volksküche braucht in den nächsten Tagen noch Unterstützung, bitte melden #audimax #unibrennt (via @lou_hefner)
ist begeistert. lang hats gebraucht aber durch die unibrennt-sache merke ich das twitter sogar irgendwie sinn macht #unibrennt