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Artikel Tagged ‘Heidelberg’

Liveübertragung aus dem Gemeinderat HD abgelehnt

7. Januar 2010
Heidelberg Castle
Image via Wikipedia

Wenn Politik ein schmutziges Geschäft ist, ich sage WENN – dann ist Lokalpolitik ein kleines Häufchen. Höchstens. In der Regel eher eine Lachnummer. So wie in Heidelberg. Aktuelles Beispiel gefällig?

Die Transparenz-Initiative

Der Heidelberger Vorsitzende der “generation.hd“, Stadtrat Derek Cofie-Nunoo, dachte: eigentlich keine schlechte Idee, Politik wieder gesellschaftsfähig zu machen, zu resozialisieren, neue Zielgruppen zu erschliessen und die Sitzungen des Gemeinderats live ins Netz zu übertragen. Von wegen Politikverdrossenheit, Jugend und Neue Medien und so. Eigentlich keine schlechte Idee. Also reichte er einen Antrag ein.

113.000 Euro – wie geil ist das denn?

Viele, viele Monate später tauchte ein offizielles Paper auf. Mit Kostenvoranschlägen. Hätte man auch in drei Tagen recherchieren können (und besser!). Kostenpunkt? Bis zu 113.000 Euro, “ohne bauliche Maßnahmen”! Wie geil ist das denn? Der Fachmann: fassungslos! Bleiben also zwei Möglichkeiten: Entweder politisch gewollt oder Dilletantismus pur. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

Die Stadt Heidelberg wird Gemeinderats- und Ausschusssitzungen nicht live über das Internet übertragen. Darüber wurde der Gemeinderat am 17. Dezember 2009 informiert. Gegen die Übertragung sprechen rechtliche und finanzielle Gründe. Es wäre unter anderem die Zustimmung aller Stadträtinnen und Stadträte erforderlich. Mehrere Mitglieder des Gemeinderates teilten mit, dass sie einer Übertragung widersprechen würden.

Merke: Zuviel Transparenz schadet der Demokratie

Denn Gemeinderatsitzungen sind entertainmenttechnisch nicht gerade der Brüller. Wenige Highlights und nicht unbedingt ein Grund, das Haus zu verlassen. Aber gestreamt? Ich wär dabei! Wird aber erstmal nix. Schade! Habe später bei einem abendlichen Ausflug in die Stadt am Nebentisch aufgeschnappt, daß es wohl von höchster Stelle politisch nicht gewollt war. Haltloses Geschwätz?

Basta!

After all: Schade, daß diese Chance nicht genutzt wurde. Andererseits verständlich, denn Politiker sind netztechnisch in der Regel auf dem Stand von 1998/99, aber immerhin mit einer eigenen eMail-Adresse. Ist ja auch schon was! Was mich persönlich an dem Vorfall aber am meisten ärgert ist das Gefühl, daß plump gefälschte Argumente benutzt werden, daß immer noch  gelogen, betrogen und getäuscht wird wie in der dritten Liga. Das Parteien, Gemeinderat und Stadtverwaltung Wähler wie mich für ausgemachte Idioten halten. Danke, habe verstanden!

Basta?

Kein Wunder, daß sich immer mehr Menschen angewidert zurück ziehen und ihrerseits Politiker unter Generalverdacht stellen. Für inkompetent,  korrupt und unglaubwürdig halten, sobald sie nur den Mund aufmachen. Was sie bekanntlich dauernd tun. Aber das tun wir natürlich nicht und deshalb ziehen wir uns auch nicht zurück, sondern ändern nur die Angriffsrichtung! Und freuen uns auf die nächste Wahl.

Derek, go for it!

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La strade del vino e dell’ olio

16. November 2009

Die ligurische Wein und Olivenölstrasse (La strade del vino e dell’ olio) gehört zu den besten Olivenanbaugebieten. Und zusammen mit den Werbeagenten war ich für ein langes Wochenende (und ein Buchprojekt) Oliven schlagen und Öl gewinnen, bzw. ich begleitete die Aktion mit meiner Cam. Hier meine ganz persönliche Hommage, mal schnell aus der Hüfte geschossen, an die ligurische Flora und Funa, die Menschen, die Berge und natürlich an das unverschämt gute Essen und Trinken! Es war ein Fest! Mehr darüber in den nächsten Tagen und Wochen … n-joy!

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#unibrennt in Heidelberg

3. November 2009
Hohe Schul zu Heydelberg

Image via Wikipedia

#unibrennt AUCH IN HEIDELBERG
F r e i e B i l d u n g f ü r E u r o p a !
B e s e t z u n g  j e t z t ! HEUTE, 3.11.
NEUE UNI, Hörsaal 14

Aus Protest gegen die aktuellen Missstände in der Hochschullandschaft sind seit 13 Tagen in Österreich zahlreiche Hörsäle besetzt. Solidaritätsbekundungen aus aller Welt erreichen die Studierenden & Lehrenden. Auch wir in Heidelberg fordern:

DEMOKRATISIERUNG UND STÄRKUNG DER MIT- UND SELBSTVERWALTUNG IN ALLEN BILDUNGSEINRICHTUNGEN

BILDUNG STATT AUSBILDUNG

BESSERE FINANZIERUNG DER UNIVERSITÄTEN

FREIE BILDUNG

Für ähnliche Forderungen sind im vergangenen Sommer im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks 270.000 Menschen auf die Straße gegangen. In der gestrigen Vollversammlung der heidelberger Studierenden entstand der Aufruf zur Besetzung unserer Uni! Damit werden wir unseren gemeinsamen Forderungen erneut Nachdruck verleihen. Bringt Eure Freunde und Schlafsäcke mit!

Es ist Deine Uni!

uni-brennt

Soweit die News aus der Heidelberger Facebookgruppe, hier noch mehr davon und zum Schluus die zentrale (Wiener) Anlaufstelle. Stay tuned!

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Die letzte Sendung, zum sechsten Mal “Auf einen Kaffee”

15. Juli 2009

Es ging rund in der letzten Sendung, das Thema “Medien” und speziell der “Heidelberger Appell” polarisierten, zumal es auch eine runde Sache war, die sechste und letzte Einladung “Auf einen Kaffee”. Diesmal mit dabei: Ulrike Reinhardt, Sonja Tolevski-Wiegand, Reinhard Ematinger, Jochen Hörisch, Manfred Metzner, Jürgen List und Gilbert Bender.

Sie kommen wir fast wie eine Ewigkeit vor, die letzten sechs Wochen – und es ist offen gestanden auch zu spät für einen Rückblick, daher nur kurz den Upload fertig gemacht, eine kurze Erinnerung an die Legospiele – 30 Minuten stilles basteln, einfach großartig! – und ein ganz, ganz herzlichen Dank an alle Gäste, Liveblogger, die Moderatoren und zahlreichen Helfer aus der kreativregion.de: stay tuned, wir melden uns wieder!

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Skype-Interview mit Martin Lindner

14. Juli 2009

Martin Lindner, Literaturwissenschaftler und einer der kreativsten Köpfe hierzulande, wenn es um Medien, Bildung und die-bildung-hacken geht. Das Interview wurde für die sechste und letzte Staffel von “Auf einen Kaffee” gemacht, ich hab mal das ganze Interview ungeschnitten übernommen, die Kamera funktionierte leider nicht (wo der Zimmermann wohnt, hängt die Tür schief) und es ist aus vielen Gründen sicher nicht das letzte Interview mit ihm. Viel Vergnügen!

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Auf einen Kaffee: Die 4. Sendung

1. Juli 2009

Der 4. Kaffeetalk stand diesmal ganz im Zeichen des Rock´n Roll, besser gesagt: unter einem guten Stern, wobei wir schon mitten im Thema wären: eine echte Starbesetzung des Rock´n Roll Circus versammelte sich in Florian Steiner´s Kaffeerösterei – und ob sie es glauben oder nicht: sogar Elton John musste heute mal zurückstehen, weil „auf einen Kaffee“ natürlich vorging ;-)

Und so sassen wir … ich könnte jetzt stundenlang weiter erzählen, aber: hören und sehen Sie doch einfach selbst (wie ich vor lauter FUN vergass, die ersten Minuten aufzuzeichnen) und wie wir am vierten Dienstag in blendender Form BACKSTAGE wieder einmal ALLES gaben!

Die Sendung wird natürlich Michael Jackson gewidmet – und Pina Bausch, die heute überraschend starb: R.I.P.!
lob

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Auf einen Kaffee: Der dritte Dienstag

27. Juni 2009

Die dritte Sendung, der dritte Dienstag, ausserdem der 23. 06 – komplett als vollständiger vier Stunden Mitschnitt! Mit Bernd Spier, Erlebnis-Gastronom, Jai Gonzales, Festivalleiterin, Bernhard Schweizer, Vicepresident SAP, Jakob J. Köllhofer, Direktor DAI und Wolfram Glatz, Szenograph und Überraschungsgästen: stay tuned! Weitere Informatuonen und der dazugehörige Liveblog unter www.kreativregion.de

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10 Jahre CFG – Komplizin Nicki Walz feiert

20. Juni 2009

Wer viel arbeitet, sollte viel feiern. Deshalb packte ich am Freitag abend Ben (der sich prächtig amüsierte) am Kragen und wir feierten Nicki´s kleine Packstation, inzwischen ein veritables und überaus erfolgreiches Unternehmen aus der Kreativregion, das gestern auf seine zehnjährige Geschichte zurückblicken konnte. Nicki und Tobi, ein weiteres komplizitäres Erfolgsmodell wollen bald … aber das führt jetzt zu weit und wer gestern nicht dabei sein konnte, möge den kurzen Clip anschauen, den ich gestern aus der Hüfte schoss und heute Nicki zum Zehnjährigen überreiche: Grosses Kino Nicki, weiter so!

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Auf einen Kaffee – die 2. Sendung

17. Juni 2009
IMG_4006.JPG - iran.com
Image by otzberg via Flickr

Geschafft! Gestern ging die zweite Sendung über die Bühne und von da aus ins www. Diesmal ohne technische Probleme, dafür mit Liveblogs von Helge Thomas und Thorsten Zoerner kompetent flankiert, mit immerhin 30 Zuschauern im Web und vor Ort wie immer gute Laune.

Wir haben das Projekt in der letzten Woche locker laufen lassen (was PR und Kommunikation angeht), keine Werbung, dafür voll auf soziale Dynamik, Mund- und Twitterpropaganda gesetzt. Und die funktioniert.

Einige offene Fragen aus der ersten Sendung wurden in der Woche danach (Wahlen im Iran) von der Wirklichkeit beantwortet, wo derzeit die Power sozialer Netze eindrucksvoll demonstriert wird. Nähere Angaben dazu auf unserer Webseite.

Und auch das Thema unserer Gespräche, Kreativität & Innovation in der Metropolregion, wurde aktuell von einer ebenso neuen, wie überflüssigen Studie (sorry, aber bei der miesen Relation von Geld zu Output muss das sein) einmal mehr unterstrichen. Auch darüber in der nächsten Sendung mehr.

Die Videos der zweiten Sendung werden in den nächsten Tagen hier eingestellt , wir danken wie immer unseren Gästen für Ihr Erscheinen, unseren Freunden und Unterstützern für ihr Engagement – und wir sind gespannt, wer beim nächsten Mal dabei ist und bis dahin: stay tuned! Bleiben Sie uns gewogen …

Ach ja – wir werden immer gefragt, was wir da eigentlich treiben und warum? Karlo Schwöbel, unser Geek im Hintergrund und verlässlicher Problemlöser webtechnischer Fragen, fand in diesem Clip eine passende Antwort: Die Kunst, einen Steins ins Rollen zu bringen …

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Im Gespräch mit – Wolf Lotter

14. Juni 2009

Gelesen haben Sie sicher schon einiges von ihm, und wenn Sie jetzt an seiner Biografie, überraschenden Einsichten in die kreative Klasse im besonderen und ihren Protagonisten im speziellen interessiert sind, dann liegen Sie bei dem folgenden Interview goldrichtig. Das einizige seiner Art, schätze mal: so wie er auch.

Das Skype-Interview mit Wolf Lotter, Mitbegründer und Redakteur des Wirtschaftsmagazins “brand eins” führte ich im Rahmen des Heidelberger Stadtgesprächs Kultur + Kreativität mit Gästen aus Kultur, Politik und Wirtschaft über die „kreative Klasse, über Konsequenzen und Potenziale für eine moderne Stadt, 9. Mai 2008 in Heidelberg.

Wolf Lotter
4. August 1962 in Mürzzuschlag/Österreich lebt und arbeitet im niederbayerischen Städchen Velden/Vils und in Hamburg

Nach einer kaufmännischen Lehre (Buchhändler) in Wien studiert Lotter auf dem zweiten Bildungsweg Kulturelles Management an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (1983 bis 1986), danach Geschichte und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien (1986 bis 1990).

Bereits seit 1979 veröffentlicht er regelmäßig, zunächst Prosa in Literaturzeitschriften (u.a. in Wespennest) mit dem Schwerpunkt Literatur der Arbeitswelt. Er erhält 1980, 1981 und 1982 Arbeitsstipendien des österreichischen Unterrichtsministeriums für Literatur.

Seit 1984 – während des Studiums – entstehen zunehmend Beiträge, die die neuen Arbeitsbedingungen und Technologien, vor allem den Personal Computer und die sich abzeichnenden, darauf bauenden Kommunikationstechnologien zum Inhalt haben. Von 1986 bis 1989 schreibt er regelmäßig für die Wiener Stadtzeitschrift “Der Falter” Kolumnen zum Thema. Seit 1988 ist er regelmäßiger Mitarbeiter des Wirtschaftsmagazins “Trend-Profil-Extra”, 1989 wird er Mitglied der Redaktion des Wirtschaftsmagazins “Cash-Flow” in Wien.

brand eins
Image by stan via Flickr

1992 gehört Lotter der Gründungsredaktion der Illustrierten “News” in Wien an, wechselt aber bereits ein Jahr später zum reputierten Nachrichtenmagazin “Profil”, wo er, in wechselnder Funktion, bis 1998 als Reporter, Redakteur, Berater und Autor tätig ist. Bei Profil entstehen Stories, die internationale Beachtung finden: So etwa das erste Interview mit dem Scientology-Führer David Miscavidge und Berichte über die Verschiebung von KGB- und SED-Vermögen zu Wendezeiten, die Briefbombenattentate, die Österreich zur Mitte der 90er Jahre in Schrecken versetzen. Unter anderem berichten darüber CBS-Sixty-Minutes und zahlreiche andere europäische Fernsehanstalten.

1998 wird er Mitglied der Redaktion des Hamburger Wirtschaftsmagazin “Econy”, dem Vorgängerprojekt von “brand eins”. Im Herbst 1999 gehört er zu den Mitbegründern des Wirtschaftsmagazins brand eins. Er schreibt dort die monatlichen Leitartikel zu den Schwerpunkten. Diese ausführlichen, bis zu zehn Seiten langen “Grundsatz-Artikel” zeichnen wirtschaftliche Prozesse in einem gesellschaftlichen und politischen Gesamtzusammenhang. Das begründet seinen Ruf als einer der führenden Publizisten auf dem Gebiet der Beschreibung der Transformation der alten Industriegesellschaft hin zur neuen Wissensgesellschaft.

Sowohl stilistisch als auch inhaltlich folgen die Beiträge Lotters nicht dem Mainstream der Wirtschaftspresse. So spricht er sich in Brand eins etwa für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus. Er steht auch für die radikale Neuordnung des gegenwärtigen Sozialstaates.

Im Hörspiel “Stripped – ein Leben in Kontoauszügen” von Stefan Weigl spielt der Autor sich selbst und präsentiert dabei seine Theorie von einer in wirtschaftlichen Fragen unmündigen Gesellschaft, die sich verbissen gegen Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit wehrt. “Stripped” erhielt 2005 die höchste deutschsprachige Auszeichnung für Hörspiele.

Bilder: Verschiedene Titelbildern von brandeins, gestaltet von Mike Meiré, von Meiré & Meiré, mit freundlicher Genehmigung von brandeins: danke!

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