Geradezu beängstigend, welche Energie emeritierte Professoren an den Tag legen können. Man ahnt, wieviel Kraft in ihrem Berufsleben durch Bürokratie gebunden war. Aktuelles Beispiel: Jean-Pol Martin, der in den letzten Monaten nicht nur Ld zu neuer und neuronal vernetzter Aufmerksamkeit verhalf, sondern sich gleichzeitig einen neuen Sinn gab, eine neue Rolle erschuf und Identität stiftete.
Seit dieser Zeit bloggt, twittert und theoretisiert er wie der Teufel, kommentiert schneller als Speedy Gonzales, verfasste die Neuronenmetapher (erst feuern, dann fragen), tritt ständig Diskussionen los, verzaubert Frauen, inspiriert und … schreibt seit 24 Stunden in einem Wikki seine Biografie. Inspiriertend, dem Autor dabei über die Schulter zu sehen …
Ertappt: reisserische Überschriften steigern die Klickrate und Tauchen in der Schwangerschaft erhöht der Meeresspiegel. Aber darum geht es in diesem Beitrag gar nicht, sondern vielmehr um einen liebevollen Beitrag der Göre über Jean-Pol (Im Augenblick fühle ich mich wie eine Sau, die gerade 15 Ferkel abgeworfen hätte (normal: 13,1). Glücklich, aber erschöpft …)- und eine bemerkenswerte Antwort darauf von Herrn Larbig. Nicht zuletzt wegen der aufgeführten Tags, die ein bezeichnendes Schlaglicht auf den hohen vernetzungsgrad des Sujets und der Akteure werfen:
Abschlussvortrag von Prof. Dr. Jean-Pol Martin: Lange Inkubation, plötzliche Emergenz, gehalten am 9. Mai in Ludwigsburg an der PH, anlässlich des LdL-Tages. Weitere Mitschnitte der Veranstaltung unter ldl.mixt.de, den Blogs von Christian Spannagel, Jean-Pol Martin, auf der Maschendraht-Community bei mixxt und natürlixh hier unter lutzlandblog.de: stay tuned!
Das geht nicht! Wo kämen wir denn da hin? Das haben wir noch nie so gemacht! Da könnte ja jeder kommen … abgehakt, hier kommt Spannagel. Mit einem absolut lesenswerten Blogbeitrag, den ich hier teasermässig ankündigen und Ihnen zur geflissentlichen Lektüre nachdrücklich ans Herz legen möchte:
“Ich habe am Donnerstag in drei Vorlesungen an der PH Heidelberg mal etwas ganz anderes ausprobiert. Dabei handelt es sich um die Vorlesungen Elementare Funktionen (ca. 120 Teilnehmer), Didaktik der anwendungsbezogenen Mathematik (ca. 50 Teilnehmer) und Anwendungsbezogene Mathematik (ca. 40 Teilnehmer). Gleich die erste Vorlesung (Elementare Funktionen) war die größte von allen dreien. Setting: Klassischer Hörsaal. Daher war es besonders spannend, ob ich hier die Studierenden zum “neuronenartigen Verhalten” animieren konnte … weiter im Text >>
Zurt Erinnerung:
Jean-Pol Martin: Die Neuronen auf einen Blick
1. Neuronen sind offen und transparent
2. Neuronen geben ihr Wissen sofort weiter. Sie wollen nicht als Person bekannt werden und nehmen sich nicht wichtig
3. Da Neuronen keine Angst haben, Fehler zu machen und sich zu blamieren, feuern sie sehr schnell ab
4. Wenn Neuronen angedockt werden, reagieren sie sofort
5. Neuronen versuchen ständig Kontakt zu anderen Neuronen herzustellen; sie haben keine Angst, penetrant zu wirken
6. Neuronen machen keine Pause; sie nehmen erst dann Urlaub, wenn ihr Projekt abgeschlossen ist
7. Neuronale Netze gehen mit Unschärfen spielerisch um
8. Neuronale Netze haben eine basisdemokratische Einstellun
Im Rahmen des LdL-Projektes besuchten Studenten und Studentinnen der PH Ludwigsburg zusammen mit ihrem Dozenten, dem öffentlichen Wissenschaftler und Juniorprofessor Dr. Christian Spannagel und mir die 11c des Willibald-Gymnasiums in Eichstätt. Unser Interesse galt einer LdL-Schulstunde von Prof. Jean-Pol Martin.
Im Anschluss an die Stunden interviewten die Studenten Jean-Pol Martin – und dieses Gespräch finden Sie hier. Jean-Pol gilt als (Wieder)entdecker dieser Methode, ein echter Rennaissance-Gelehrter und Chef-Evangelist in Sachen LdL, seine Beiträge bereichern zahlreiche Blogs, Foren und Tweets zu diesem Thema und hier haben Sie die Gelegenheit, ihn live, ausführlich und kompakt zum Thema zu erleben.
Die komplette Schulstunde (ebenso wie die von Erich Hammer, Würzburg im Mathematik-Unterricht, siehe ein paar Threads weiter unten) kommen in Kürze ins Netz, bis dahin: Viel Vergnügen und stay tuned! Ausserdem sei auf die äusserst lebhafte Diskussion auf Christian Spannagels Blog verwiesen, wo LdL und die entsprechenden Bildungsexpeditionen ausführlich beschrieben, kommentiert und diskutiert werden. Hier zunächst die vollständige Version und im zweiten Player die 10-Minuten-youtube-Fassung:
Am 9. Mai an der PH Ludwigsburg der grosse LdL-Tag für Lehrer, die LdL-Blogparade, LdL-Wikis, LdL-Blogs, Webseiten und seit heute: die LdL-Community auf mixxt. Und weils so schön rockt, das Banner zum LdL-Tag gleich hinterher. Und – fahren Sie mal der Maus drüber …
Das kleine Banner (unten) finden Sie auf dieser Seite und das grosse (oben, 595×448 pixel) auf dieser: Bitte bedienen Sie sich!
Mit 30 Gigabytes pro Sekunde an Uploads, auch wenn sie intern nur 12 Cent pro GB berechnen, droht youtube am eigenen Erfolg zu ersticken. Dazu kommen die immer noch schwelenden rechtlichen Probleme (Viacom) mit Urheberrechten, aber ich habs bei der Schulstunde gemerkt: an youtube kommt man einfach nicht vorbei – allein schon wegen der Wordpress-Einbindung. Daher die ersten 10 Minuten der LdL-Schulstunde auf youtube, nachgereicht:
Ein zweites Update der Schulstunde, diesmal kommentiert vin den StudentInnen der PH Ludwigsburg, ist im anrollen, mehr darüber in den nächsten Wochen: stay tuned!
Im Rahmen des LdL-Projektes fuhren Dr. Christian Spannagel und ein hoch motiviertes Team von StudentInnen der PH Ludwigsburg ins bayrische Kernland, Eichstätt, um dort am Willibald-Gymnasium eine Schulstunde mit Prof. Jean-Pol Martin zu besuchen.
Im Hinterkopf Fragen wie: Wie funktioniert LdL in der Praxis, wie sieht der Französisch-Untericht der 11c aus, wie agiert Jean-Pol, theGodfather of LdL, im Alltag und und und …
Deshalb haben wir die komplette Schulstunde aufgenommen und ins Netz gestellt, weitgehend unkommentiert und wie immer umsonst, aber nicht vergeblich!
“Dem lebendigen Geist” ist die Heidelberger Universität verpflichtet, LdL dem lebendigen Diskurs. Ob in den Kommentarspalten auf Jean-Pols Blog, dem von Christian Spannagelma oder hinter den Kulissen der Maschendraht Community – das Rotstift-Milieu strikes back. Summa cim Laude!
Während Tausende von Bloggern bestenfalls mal einen Spam-Eintrag kassieren, wird in Sachen LdL lebhaft kommentiert, getwittert und sich ausgetauscht. Wie lebhaft, zeigen die 16 Kommentare auf einen Artikel, der kaum sechs Stunden online ist: Von wegen nichts Neues aus dem Rotstift-Milieu!
Und es zeigt: Lehrer sind die besseren Blogger! Erfahren im Umgang mit dem letzten Wort, ist die Web 2.0 Welt ein wahres Eldorado für Pauker. Umso unverständlicher, daß auf rund 50.000 Lehrer nur ein gefühlter Blogger kommt. Jean-Pol Spannagel, übernehmen Sie!
Im Rahmen des LdL-Projektes einer der Höhepunkte: Unser Besuch bei der 11c des Willibald-Gymnasiums in und zu Eichstätt. In der Höhle des bayrischen Löwen, wo alles begann …
Dazu machten sich Studenten und Studentinnen der PH Ludwigsburg zusammen mit ihrem Dozenten, dem öffentlichen Wissenschaftler Dr. Christian Spannagel und mir frühmorgens und in Dunkelheit auf den Weg ins abgelegene und beeindruckende bayrische Bergland.
Daraus hier und heute ein erstes Interview, das Wort hat der Schulleiter OStD Gerhard Miehling, der über seine Erfahrungen mit LdL und Jean-Pol Martin berichtet. Achtung credits: Die Aufnahmen zu Beginn des Clips entstanden im Rahmen des Studientages 2003, damals drehte die Filmgruppe der Klasse 11b diesen Kurzfilm mit Bilder aus der Schule.
Mehr über den PädoTag in Bayern und weitere brilliante Dokumentar-Aufnahmen demnächst in diesem Theater: Wie immer umsonst, aber nicht vergeblich!