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Schulmeister, Fleißkärtchen und Bildung als ein träger Tanker

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Ist pretty 20. century, sozusagen Lernen 1.0, was in seiner Polarisierung natürlich völliger Blödsinn ist (?) und an den ungeliebten, aber-einen-Nerv-getroffen-habenden Blogeintrag von JeanPol Martin, Educamp Hamburg, @Mons7 und die buttom-up guerilla, erinnert, insbesondere unter Berücksichtugung der (Stand 14. 02.) 131 Kommentare, wobei man die umgehend und neuronenmässig retour gefeuerten Kommentare von JPM abziehen, zumindest aber berücksichtigen sollte. Sonst noch was?
Life dabei
Ach ja, learntec und educamp habe ich dieses Jahr ausschliesslich virtuell verfolgt, wobei die erstere kaum, die zweite dafür umso intensiver im Bildungsraum Internet diskutiert wurde. Via lifestream, threads und Kommentare, letztere waren ja auch Thema von Rolf Schumeister (siehe oben), der sich aus seiner, er würde wahrscheinlich sagen aus wissenschaftlicher Sicht, mit der Kommentarkultur in deutschen Edublogs beschäftigte. Das ist begrüssenswert, gut und notwendig, schliesslich gibt es auch entsprechende Arbeiten über Technokultur und -parties.
Insofern sind die analytischen Instrumente für die Auswertung von Weblogs, wie Rolf Schulmeister sie vorgelegt hat, ein wichtiger Schritt. Doch das akribische Auszählen der Beiträge erscheint mir methodisch eingeschränkt, weil es die Veränderungen der Wissenschaftskommunikation – auch durch Web 2.0 – , in denen wir uns befinden, kaum erfasst. Im nächsten Schritt, so wäre meine Überlegung, könnte man das Phänomen umfassender im Rahmen einer “Informations- und Kommunikationsökologie von Wissenschaftler/innen” in Zeiten von Web 2.0 untersuchen, um die Beziehung von Kommunikationwegen (und ihre Verschiebung) in der Wissenschaft genauer zu erfassen (Michael Kerres, learninglab) …
Die von Spannagel freimütig vorgebrachten Berichte über seine interaktiven Lehrversuchewirken so, als würde hier Hochschuldidaktik aus eigenem Erleben neu entstehen. Der Bezug zur eigenen Praxis,die spontan wirkende Reflexion, unbelastet durch pädagogische Theorien (allerdings auch unbelastet von vierzigJahren hochschuldidaktischer Forschung) — diese Faktoren mögen entscheidend dafür sein, warum sich zu diesenThemen so viele lobend, dankend und staunend äußern (die Kategorie Sozialbezug hat mit 89 die meistenKommentare). Viele Kommentare sind witzig, „kultig“, eine Art restringierter Code und unterscheiden sich darindeutlich von denen anderer Weblogs.
Was die Relevanz angeht, ziehe ich in Sachen Theorie, Web und Lernen eine Reihe von englischen Autoren dem akademischen Mittelbau aus Deutschland immer wieder vor. Ich empfinde ihre Beiträge in der Regel mehr open minded, lesbarer und weitaus inspirierender. Und nicht so verbissen … womit wir wieder beim Thema Lernen und Emotionen wären. Warum geht es in Sachen Lernen immer so unlustig zu?
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Internationale Leitmesse und nationale Streusalzreserve
Die Learntec – dieses Jahr hab ich sie aus sicherer Entfernung verfolgt. Via Blogs, Foren, Telefon und Skype und Twitter. Bisheriges Fazit: Sie fand Stadt, aber kaum statt. Obwohl als “internationale Leitmesse und Kongress für professionelle Bildung, Lernen und IT” gebrandet, lässt bestenfalls Herr Öttinger auf englisch grüssen. Howdie!
Überhaupt: die Politik der grossen Namen! Unter der Schirmherrschaft von Rainer Brüderle und Annette Schavan kommt die Learntec daher, zwei international anerkannte Experten im Bereich der Bildung. Gilt vor allem für die Frau Professor, die bereits in Baden-Württemberg eine breite Todesschneise durch die Bildungslandschaft gewalzt hat und jetzt die Riege kompetenter Frauen in Berlin (siehe Zensursula) ergänzt. Ja, wie geil ist das denn?
Ansonsten ist in in Sachen internationale Leitmesse ein Generationswechsel angesagt. Nach knapp 20 Jahren gehen Prof. Dr. Uwe Beck und Prof. Dr. Winfried Sommer, dafür kommen Sünne Eichler, Inhaberin von Sünne Eichler Beratung für Bildungsmanagement, und Prof. Dr. Peter A. Henning, Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Fette Titel, grosse Namen, satte Pensionen. Braucht man wahrscheinlich wegen Filz und Fördergelder. Und wegen des gegenseitigen Schulterklopfens, wie innovativ man wieder war. Raumschiff Berlin lässt grüssen!
Aber mal ehrlich: Wieviele Innovationen aus dem Bildungssektor kamen und kommen von all den hier aufgeführten Potentaten und Beamten? Oder von den meisten Ausstellern? Da reicht die Lupe nicht, da braucht es schon ein Elektronenrastermikroskop.
Und deswegen fordert die FDP heute eine “nationale Streusalzreserve”. Das Orchester bitte auf Deck! Weiterspielen!
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Oberflächen, schwarze Löcher und die Learntec. Was war, was wird.

- Image by lutzland via Flickr
Je mehr Black Box, desto wichtiger die Oberfläche. Nicht nur die Japaner, bereits die alten Griechen haben die Form angebetet – und was ist blackboxiger als ein Computer voll mit Software?
Damit wir uns in den neuen Informationsräumen genauso selbstverständlich bewegen können wie in der realen Welt, spielen Oberflächen eine zentrale Rolle. Weniger Programm, mehr Design soll Komplexität reduzieren und letztlich begreifbar machen.
Beispielsweise beim iPhone, oder aktuell beim iPad. Die tiefschürfenden Diskussionen reissen nicht ab und werden langsam richtig spannend, von der “Politik des iPad” über “Moving Past Steampunk Thinking About The Future Of Computing“ die “iPad und der digitalen Gegenreform” bis zur restriktiven App-Kritik und der (möglicherweise) daraus resultierenden Gefahr für das freie Internet.
Spannend!
Weniger dagegen die Learntec. Zumindest in meinem Streams taucht kaum was darüber auf. Martin Lindner ist vorhin angekommen, Ulrike ist dort und Cervus. Servus! Mal kurz mit #learntec gescreent, fällt mein Blick auf das Gezwitscher von top7consulting: “Mein Fazit der #learntec 2010: zu wenig Rosinen in einem trockenen Kuchen. Fällt den e-learning-Anbietern nix Neues mehr ein?” Liegt´s nur an mir? Der skeptische Blick? Vorurteile? Hab ich was gegen Neger?
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MoodleKonferenz in Heidelberg
Das freut natürlich Lokalpatrioten wie mich: Die deutsche Moodlekonferenz 2008 findet in Heidelberg statt! Und zwar vom 12.-13. März (11. März Preworkshops, 12.-13. März Hauptkonferenz). Veranstalter wie immer die Crew um Ralph Hilgenstock und Renate Jirmann, auf deren Webseite der schöne Spruch von Heinz von Förster steht: “Lernen ist eine Art Liebesaffäre”. Und ich bin ja nicht der einzige, der sein Herz in Heidelberg verloren hat …
Doch wenn Sie Karlsruhe bevorzugen: Am 14.2.2007 werden die beiden Moodler “im Rahmen der Learntec in Karlsruhe einen “Kongress im Kongress” machen – The Moodle Experience. Anwendungen von moodle in Unternehmen: Personalentwicklung, Fortbildung, Englisch-Coaching, um nur einige zu nennen. Und natürlich viele Themen rund um die Implementierung von moodle in Unternehmen.”
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