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Artikel Tagged ‘Michael Kerres’

Gelurkt: #bel09

18. September 2009

DSC01407Während draussen in der Bildungsrepublik (unter anderem) die gemeinsame Tagung der GMW mit der GI-Fachgruppe DeLFi tobte (deutscher Bildungsherbst, hohe Konferenzdichte), saß ich gemütlich zwischen meinen Screens bei der Arbeit und verfolgte das Event im Lifestream diverser Blogs, Tweets und Bilder von Thomas Bernhard. Letzterem gebührt bei der Gelegenheit das kleine Bildungs-Haiku in Gold für “Twitter: 1, f2f-Kommunikation: 0″, siehe Bild.

Speziell die Tweets zu verfolgen war aufschlussreich und spannend, dazu ein Ausschnitt aus Twitter-Gewitter von Joachim Wedeking (jowede): “Getwittert wurde dann auch auf Teufel komm raus. Die “offiziellen” Tagungsinfos sind nachzulesen unter berlinEL09, interessanter und umfangreicher allerdings sind die Beiträge der Tagungsteilnehmer unter bel09. Die Statistik ist schon mal beeindruckend. Obwohl sich ein bekanntes Phänomen wiederholt: 8% der Twitterer produzierten 52% der Tweets.

“… auf dem Tagungsgelände selbst war das Twittern allerdings nicht allzu präsent, die “Wall” eher unscheinbare Monitore. Mitbekommen hat man es eigentlich nur, wenn man selbst mit drinne war. Auch den Vortragenden, egal ob Keynoter oder in den Sessions, blieben diese Infos in Realtime vorenthalten.

Ganz praktisch wurde es für mich selbst dann während der ersten beiden Keynotes des ersten Tages. Da brach ein regelrechtes Twitter-Gewitter über mich herein … Im Wesentlichen kamen Beschwerden, dass Hesse das Publikum unterschätze und nur Altbekanntes erzähle. Ich fand dabei manche Tweets leicht unter der Gürtellinie (nicht nur bei diesem Beitrag) und wenig hilfreich, da die Organisatoren, geschweige denn die Redner, dies in Echtzeit aufgreifen und reagieren konnten. Dafür müsste erstmal ein neuer, produktiver Weg der Moderation gefunden werden, denn allein die Tweets parallel einzublenden garantiert nicht mehr Interaktivität in einer solchen Veranstaltungsform. So hatte es denn eher den Charakter eines Ventils (für Unzufriedenheit) …”

Wohl wahr! An dem Twitter-Feedback-Format für Foren & Kongresse müssen wir noch kräftig arbeiten, ein genialer und pfeilschneller Rücktwitterer, der zugleich moderierender Repräsentator der Gemeinde nach innen ist und als zugleich Scharnier zwischen den Welten dient (role model ist Basti “cervus” Hirsch, der diesen Job auf der Bildungsexpedition vorbildlich ausfüllte), kurz: ein solches Wunderkind gehört auf jede Konferenz, denn einfach nur eine Twitterwand neben den Moderator zu stellen genügt nicht mehr). Und das letzte Wort zum Thema gehört Michael Kerres, der zur #bel09 anmerkte:

Eine Frage, die mich auf der Reise nach Hause beschäftigt: Wird da ein Bruch sichtbar zwischen den Erlebniswelten unterschiedlicher Gruppen (nur zum Teil beschreibbar als: eine “jüngere” und “ältere” Generation)? Manche nähern sich dem Thema Web 2.0 recht distanziert, während Andere weit in diese Welt eingetaucht sind. Dabei sind die “aktiven User” keineswegs “unkritisch”, sie bewegen sich einfach selbstverständlich in der Welt. Durch Diskurse in der Blgosphäre, Barcamps und andere Formate hat sich in dieser Welt ein Disskussionsstand entwickelt, der für die mittlerweile etablierte E-Learning Szene, so mein Eindruck, in Teilen manchmal schwer nachvollziehbar ist. Dabei bewegt sich “diese Welt” rasant, mit Implikationen, die weit über E-Learning hinausreichen. Und mir ist erneut klar geworden, wie unbeholfen sich manchmal Forschung hierzu verhält.

Bei Web 2.0 geht es nur am Rande um bestimmte (in der Regel: technisch wenig neue) Tools und ich kann auch keine neuen “Web 2.0-Methoden” erkennen. Web 2.0, sicher ein “fuzzy” Schlagwort, impliziert für mich im Wesentlichen bestimmte Formen der Wissensproduktion, -distribution und -kommunikation (user generated content, cloud computing, open wikis etc.). Und die Erwartung wächst, dass sich in einer Medientagung dies thematisch und auch in ihrer Anlage stärker niderschlagen könnte. Für die nächste GMW in Zürich und DeLFI in Duisburg keine einfache Herausforderung.

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10. März 2009

kerres_tweet

War ein bemerkenswerter Tag in Düsseldorf, mit furiosem Feedback auf unsere elearning Kurse. Und zum Schluss noch dieser Tweet von Prof. Michael Kerres – gibt Power für die LdL-Exkursion mit den Maschendrähtlern und Christian Spannagel morgen in Würzburg.  Die schlechte Nachricht: schon wieder früh aufstehen, vor zehn ist einfach nix für englishmen in New York.

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