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Artikel Tagged ‘Musik’

Tim Renner: “Die Journalismuswirtschaft ist im Netz genauso hilflos wie die Musikindustrie”

26. Mai 2009

“Für Tim Renner ist klar: Die Journalismusindustrie wiederholt derzeit die Fehler der Musikindustrie im Internet. Sie klammert sich vergeblich an ihre alten Geschäftsmodelle und öffnet sich der Digitalisierung nicht konsequent: Ein “Rennersches Gesetz” und ein Video-Interview:

Tim Renner: “Die Printwirtschaft steckt in der gleichen Hilflosigkeit wie die Musikindustrie” from Carta on Vimeo.

Insgesamt lässt sich Renners souveräner (yip!) und thesenstarker Auftritt in folgenden acht Punkten zusammenfassen:

1. Der Wechsel vom analogen zum digitalen Medienträger bringt immer auch einen Wechsel des Geschäftsmodells mit sich.

2. Kein Zweig der Medienindustrie sollte den Fehler machen, die Vorteile der analogen Medienträger zu überschätzen. Dies hat die Musikindustrie getan. Und dem gleichen Irrtum erliegen derzeit noch Zeitungs- und Buchindustrie.

3. Die Akteure der alten Medienindustrie werden immer versuchen, ihr bislang profitables Geschäftsmodell weitgehend 1:1 auf das neue Medium zu übertragen. Dies wird aber nicht funktionieren. Sie werden von neuen Akteuren bedrängt, die gerne auf neue, dem neuen Umfeld noch angemessenere Geschäftsmodelle setzen, weil sie selbst noch keines haben.

4. Die Manager der Medienindustrien erfassen den Medienwandel vor allem auch deshalb nicht emotional, weil sie nicht in der Technikwelt der Nutzer ihrer Inhalte leben. Genau um solch ein emotionales Verständnis geht es aber.

5. Die Musikindustrie nutzt das Internet bis heute aus Selbstblockade der Majors nicht konsequent.

6. Das Urheberrecht wird erst dann vermittel- und durchsetzbar sein, wenn es legale Alternativen gibt, die den gleichen Angebotsumfang wie die illegalen Angebote haben. Derzeit sind die legalen Angebote aber schlechter als die illegalen, weil sie die Inhalte später und nicht im gesamten Katalog anbieten.

7. Die Journalismusindustrie begeht derzeit die gleichen Fehler wie die Musikindustrie im Netz: Sie erkennt nicht, dass sie ihr Geschäftsmodell radikal verändern muss. Sie nutzt das Netz nicht konsequent, ist zaghaft statt offensiv.

8. Verwertungsgesellschaften allein versprechen keine gerechte und akzeptable Lösung der Geschäftsmodell-Misere: “In einem Land, das von VG Wort und Gema regiert wird, möchte ich nicht leben.”

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Musik für ein globales Bewusstsein – 1 Giant Leap

22. Februar 2009

Danke für den Tweet von Michael Reuter und den Beitrag auf Trends der Zukunft, O-Ton:

“Zwei motivierte junge Männer begaben sich im Juni letzten Jahres auf eine Reise um die Welt um Kulturen kennen zu lernen und mit einem Musik Projekt, namens Giant Leap, das Globale Bewusstsein weltweit zu stärken. Sie ließen Menschen auf 5 Kontinenten IHRE Eigene Musik spielen, nahmen diese in Studios auf und vereinten diese zu einem Album mit der Nachricht, dass wir alle im gleichen Boot sitzen und zusammen singen, feiern und tanzen sollten um unseren Planeten zu ehren. Musik für ein Globales Bewusstsein: Im folgenden seht ihr den 6.minütigenTrailer, leider nur auf Englisch, dennoch sehr sehenswert.”

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Back on stage: the music industry ?

20. Juli 2007

Schlechtestenfalls ein Todeskandidat, im besten Fall ein (Zukunfts)labor: die Musikindustrie. Gebeutelt, verspottet, schlecht beraten und verkauft. Meist nur noch auf Seite drei unter “Musiindustrie verklagt tote Oma” zu finden. So schien es lange Zeit. Doch man hört und liest wieder was …

Im besten Falle aus dem Labor: Klingeltöne, mobile music (enttäuscht noch), Musik auf USB Sticks und Festplatten, das Musik-wie-Wasser-aus-der-Leitung Konzept (braucht noch etwas Zeit), MySpace, autarke Bands usw. – das waren die Hits von gestern.

Heute haben Fans bekommen die Möglichkeit, einen Minishop auf ihrer Webseite zu aufzumachen (geniale Idee, adsense Potential!) und ihre Lieblings CDs zu verkaufen, dann gibts gestreamte Livemitschnitte von ausverkauften Konzerten in regionalen Kinos (sehr hübsch), sag ja: bestenfalls ein Labor.

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Die kreative Klasse

British musicians embrace moblog trend to connect with fans

21. Juni 2006

Bemerkenswert: “There is an interesting phenomenon occuring at moblogUK; bands and musicians using mobile blogging to connect with their fans instantly, and inviting their fans to both comment and interact with their moblogs themselves.

It reminds me most of the reason why myspace was so good for so long; bands had a new way of sharing their music directly with fans, interacting intimately with those fans, and inviting them to comment too.

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