Neues aus Freising: Martin Lindner auf der Learntec
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Karlheinz Pape geht in seinem Blog “Training und Wissensmanagement” detailliert auf Teil 1 der Nullerjahre/Neues aus Freising ein. Das freut natürlich, zumal diese Folge (in drei Teilen) bisher bereits auf 800 Abrufe kommt und gerade rechtzeitig zu seinem heutigen Auftritt auf der Learntec. Also, aus dem Beitrag mit dem Titel “Was ist eigentlich Bildung” ein kurzes Zitat, mehr darüber bei Karlheinz Pape himself:
Schon vor einiger Zeit habe ich ein interessantes Video-Interview von Lutz Berger mit Martin Lindner gefunden, in dem Martin Lindner etwa von Minute 17 bis Minute 20 eine aus meiner Sicht sehr schöne Erklärung abgibt zum Bildungsbegriff. Die wichtigsten Passagen daraus möchte ich hier weitgehend wörtlich zitieren:
Martin Lindner zu Bildung: „Das Thema zuckt: Das Wort Bildung scheint irgendwas zu bezeichnen, das alle für wichtig halten – mit dem Problem, das nicht wirklich klar ist, was Bildung eigentlich sein soll. Also man spricht immer nur darüber, dass Bildung wichtig ist. Da steckt irgendein versteckter Begriff drin, den man erst herausholen müsste, den die Leute dabei zu Grunde legen – aber der ist mir selber auch nicht klar.“
Martin Lindner beschreibt damit aus meiner Sicht sehr treffend, die schwierige Situation. Wenn nicht klar ist, was man eigentlich meint, dann ist es praktisch unmöglich einen gesellschaftlichen Konsens für zielgerichtete Veränderungen zu finden. Auf die Frage, wie er denn Bildung definieren würde, antwortet Martin Lindner:
„Bildung würde an dieser Stelle erstmal „sich bilden“ heißen. Also man muss sich erst mal klar machen, dass Bildung, so wie wir es gewohnt sind zu verwenden, ja eine Art abgeschlossenes, letztlich von oben geleitetes Unternehmen ist. Bildung ist sozusagen etwas, was man erhält, um das man nachsucht, und das einem dann gewährt wird. „Sich bilden“ – und das ist die eigentliche Bedeutung des deutschen idealistischen Bildungsbegriffs, der auf Goethe zurückgeht und auf Goethes Zeitgenossen, da geht es um „sich“ bilden. Also tatsächlich um Individuen, die ihre natürlichen Anlagen, die in ihnen schlummern „ausbilden“. Das ist die ursprüngliche Bedeutung, also etwas Dynamisches, etwas entfalten, was schon da ist, und zwar von innen nach außen, von unten nach oben. Und das ist im Bildungsbegriff ja komplett verloren gegangen. Da kommen wir wieder hin. Also, so gesehen gefällt mir der alte deutsche Bildungsbegriff eigentlich nicht schlecht, da steckt schon Einiges drin, was man wieder brauchen kann.“
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Im dritten und letzten Teil – schließlich sind wir schon voll in der neuen Dekade angekommen – gibt´s noch einmal Martin Lindner im Rückblick auf die Nullerjahre pur: Via Skype (wie immer) und geistreich (sowieso!) geht es auch diesmal um Bildung, BRD und #unibrennt – putting out the fire with gasoline!
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Weil´s so gut ist und mir so gut gefällt, Premiere: Zum zweiten Mal! Immer wieder nehmen wir uns vor, uns kurz zu fassen. Doch wie sollen wir wissen was wir denken, bevor wir hören was wir sagen? Also hören Sie doch mal beim Entstehen der Gedanken beim Reden zu, bzw. belauschen Sie diesen Prozess bei Martin Lindner, der mich nicht nur diesbezüglich immer wieder fasziniert. Wow, der Man hat was zu sagen: Hier ist das Medium, hier ist seine Botschaft. Den 1. Teil des Interviews finden Sie übrigens hier.
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Immer wieder nehmen wir uns vor, uns kurz zu fassen. Doch wie sollen wir wissen was wir denken, bevor wir hören was wir sagen? Also hören Sie doch mal beim Entstehen der Gedanken beim Reden zu, bzw. belauschen Sie diesen Prozess bei MartinLindner, der mich nicht nur diesbezüglich immer wieder fasziniert. Wow, der Man hat was zu sagen: Hier ist das Medium, hier ist seine Botschaft. Den 1. Teil des Interviews finden Sie übrigens hier.
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Kleinkarierter können Fragen nicht sein, grossformatiger nicht die Antworten: Bindung? Bildung? Academia? Nullerjahre? Und schon wieder schnappt Martin Lindner´s Rätselfalle zu.
Erster Teil eins des Tryptichons zwischen zwei Jahrzehnten, praxisgerecht verpackt in dreimal rund zehn Minuten, ARTgerecht für die 10 Kilobyte Arbeitsspeicher zwischen Ihren Ohren: stay tuned!
Natürlich sind wir nicht die Einzigen, Seth Godin begrüsst die neue DEKADEnz mit einem dualen Welcome to the frustration decade (and the decade of change) – womit man eigentlich nicht falsch liegen kann, Isaac Mao hofft auf und plädiert im Giardian dekadentechnisch for a spirit of”sharism” und wer nicht weiss wo er steht, kann seinen Fliesspunkt immer noch im Happy Planet Index bestimmen.
In diesem Kontext erscheint auch die Krötenwanderung in neuem Licht (P2P Kreditsyseme, nachhaltig orientierte Banken usw.) und es drängen, Sharism schonn mal vorweg genommen, sich Erkenntnisse wie diese auf: Putzkräfte leisten mehr für die Gesellschaft als Banker. Hartgesottene Geeks greifen indessen zum Gardner Orakel, Zeitungsleser zu Sascha Lobo. Aber das war ja erst der erste Teil: stay tuned!
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Meine regelmässigen Lagerfeuergelage mit Martin Lindner, angeskyped, sind in meinem lifestream längst zu einer Art Traditionseiche geworden. Er ist ein genialer Gesprächspartner und …
In dieser Folge geht es um die von ihm und Basti Hirsch veranstalteten Berliner Unkonferenz Die Bildung hacken – und natürlich um den superhit Obtober 09: #unibrennt, hier die Webseite zur ersten digital-europäischen Studentenrevolte, die ihre Medien autonom-spontan selbst vernetzte und auf blogs, twitter, facebook und ustream 24/7 in ihrer Zielgruppe und darüber hinaus präsent ist.
Eine der paradoxen Folgen der spontanen, besser: selbstverständlichen Medienstrategie: die traditionellen Medien bekamen die Revolte kaum mit, weil sich nicht wie gewohnt eine Zeitung auf die andere beruft – diesmal war das Netz um Lichtjahre schneller. Ausnahme: telepolis!
THE REVOLUTION WILL NOT BE TELEVISED!
#unibrennt als Katalysator, bei der Gelegenheit sei auf die GEILE e-Video Online-Konferenz 2008 mit Martin Lindner verwiesen, in der er (samt Diskussion) auf das Thema microlearning eingeht: Schwarzbrot! Und damit unbedingt einpacken! Auch wegen der Gastgeberin Anja Wagner, chapeau!
Ein sehr schönes Feedback auf dieses Interview finden Sie im Blog von Karl Heinz Pape … >>
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EINE UNKONFERENZ. Berlin, 22. September, 9 – 19 Uhr. Homebase, Köthener Str. 44. Programm- to reboot : ein laufendes System während des Betriebs neu starten, mit frisch geladener Software
reboot-d : eine Unkonferenz, in der wir überlegen, wie sich das demokratische System von unten neu beleben kann, durch die Anwendung der offenen Technologien und sozialen Praktiken des „Web 2.0“, in konkreten kleinen Web-Projekten (vgl. auch reboot britain, Rebooting America)
Beim Start der deutschen Demokratie, damals in der Paulskirche, ging es um eine ganz neue Form der Selbstbestimmung und Selbstorganisation. Das Medium der Demokraten war die Flugschrift, ihre Technologie war die Druckerpresse. Dann kamen die Massendemokratie und die Massenmedien. Aber dieses System, wir alle spüren das, hat sich festgefahren.
Und jetzt, zu Beginn des neuen Jahrhunderts, haben wir plötzlich eine neue, faszinierende, unfassbar mächtige Form von politischer Kommunikation und Vernetzung, die allen BürgerInnen offen steht, sofort.
Versetzen wir uns also zurück in die Situation der demokratischen Pioniere.
Statt Feder und Bleisatz haben wir die Maus und das Netz.
(Und Mobiltelefone mit Netzverbindung, Kamera und Aufnahmefunktion.)
Was wird dadurch möglich? Wie könnte ein Neustart aussehen? Was sind die Konturen einer digitalen Demokratie? Wie kann man die Werkzeuge und Medien ganz konkret einsetzen? Auf welchen ganz konkreten Politikfeldern?
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